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Ausblick JHV 17.11.2023

Liebe Mitglieder und Freunde der Eintracht,

in dieser Woche, genauer gesagt am Freitag, den 17.11. um 18:00, findet die diesjährige Mitgliederversammlung des BTSV Eintracht von 1895 e.V. in hybrider Form statt.

Wir haben uns lange nicht geäußert, möchten das aber sehr gerne bei dieser Gelegenheit tun. Auf der letzten JHV im November 2022 wurden unser langjähriger Mitstreiter Sebastian Götze und zudem Hartmut Rickel von VW in den Aufsichtsrat gewählt.

Seitdem ist sehr viel passiert und nicht nur wir fragen uns, wann die Talsohle erreicht ist und es für unsere Eintracht wieder aufwärts geht. Damit meinen wir in erster Linie nicht einmal die mehr als angespannte sportliche Situation, sondern vielmehr das, was im Drumherum und in den Vereinsstrukturen zu dieser besorgniserregenden Gemengelage führte.

Es ist kein Geheimnis, dass wir seit jeher mit viel Nachdruck gefordert haben, in Braunschweig Profi-Fußball-Strukturen zu entwickeln, siehe Unsere Ziele.

In den letzten Wochen und Monaten wurden wieder viele Fehlentwicklungen sichtbar, die uns seit der Gründung der Initiative im Jahr 2018 motiviert und getrieben haben. Die Profi-Fußball-Strukturen zu etablieren bleibt leider weiterhin die größte und akuteste Baustelle bei unserem Herzensverein!

Sogar in der Öffentlichkeit werden diese Defizite mittlerweile klar wahrgenommen, die Braunschweiger Zeitung hat beispielsweise ihren jahrelangen Kuschelkurs abgelegt, spricht viele Probleme (endlich) klar an und auch beim Fantalk am 10.11 konnte man sich als Beobachter ein Bild davon machen, warum es ist, wie es ist.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Jens-Uwe Freitag, ist das Aushängeschild dieses Gremiums, sorgte aber dort mit seinen Worten zu den Vertragsverlängerungen von Michael Schiele und Peter Vollmann, der Entlassung von Michael Schiele und der nachfolgenden Verpflichtung und nächsten Entlassung von Jens Härtel, sowie abschließender Entlassung von Peter Vollmann für viel mehr Fragen, als er Antworten gab. Es wurden Dinge wie der große Kader moniert, für die genau dieses Gremium, mit Präsidentin Nicole Kumpis als stellvertretende Aufsichtsrats-Vorsitzende, mitverantwortlich ist. Warum hat man mehrere Jahre scheinbar blind dem Sportdirektor und späteren Geschäftsführer Sport vertraut und seine mehrfachen 180°-Drehungen zu sportlich Verantwortlichen an der Seitenlinie mitgemacht?

Ein Aufsichtsrat soll Aufsicht führen und Rat geben – die Bilanz seit der AOMV 2021 und der Neuaufstellung des Gremiums fällt fatal aus, in der Schule würde man sagen: Versetzung stark gefährdet. So sollte auch jedes Mitglied am Freitag darüber nachdenken, wie man mit den Fakten umgeht. Aus dem Präsidium sitzen neben Nicole Kumpis auch noch Rainer Cech und Vize-Präsident Uwe Fritsch (kooptiert, ohne Stimmrecht) im Aufsichtsrat. Es ist auch Aufgabe dieser sogenannten Persönlichkeiten, Türen für die GmbH & Co KGaA zu öffnen. Wenn in jedem Jahr aufs Neue eine Transferperiode in den Sand gesetzt wird, weil angeblich kein Spieler zu den hiesig angebotenen Konditionen zu uns wechseln möchte, dann dürfte das nicht nur ein Versagen der sportlichen Geschäftsführung sein: Dann liegen hier strukturelle Fragen vor, die man insbesondere dem Aufsichtsrat und den genannten Personen in Doppelfunktion stellen muss. Denn sie geben den Rahmen dafür vor, wohin und wie unsere Eintracht steuert.

Welche Strategie wird eigentlich verfolgt? Man hört und liest immer von einem ominösen Strategieprozess und hörte im Fantalk sogar von sogenannten Strategiesprints. Mit diesen Worthülsen holt man wenig Mitglieder, Fans, Sponsoren und Sympathisanten der Eintracht ab, es ist eher erschreckend, von Sprints zu sprechen und keinen Inhalt dahinter kundzutun. Warum dauert die Kommunikation dazu so lange und wie sieht das Konstrukt aus, mit dem es in die Zukunft gehen soll? Bezeichnend ist, dass dieser Strategieprozess nunmehr seit anderthalb Jahren läuft, bislang aber vom Präsidium/Aufsichtsrat nicht ein einziger konkreter Aspekt daraus umgesetzt oder wenigstens kommuniziert wurde.

Bei den anstehenden Präsidiumswahlen tritt Rainer Cech nicht wieder an, als Nachfolger stellt sich Dr. Thies Vogel zur Verfügung, welcher in unseren Augen eine sehr gute Alternative mit Blick in die Zukunft ist! Wie ihr wisst, gehörte Thies Vogel bei der zurückliegenden 2. AOMV im März 2022 dem Team Ditzinger an und machte auf uns einen überzeugenden Eindruck. Außerdem tritt Benjamin Kessel nicht wieder an, die geplante Nachfolge mit Ken Reichel folgt einem bereits bekannten Muster.

Bei der Versammlung werden zu Beginn auch einige Anträge zur Satzung thematisiert, die im unmittelbaren Anschluss in der Versammlung auch gleich zur Anwendung kommen würden, sofern sie denn angenommen werden. Die Satzungskommission (auch mit Vertretern der Fanabteilung besetzt), schlägt unter anderem vor, die Amtszeit des Präsidiums auf 3 Jahre zu erhöhen. Die vollständigen Anträge und dazu gehörigen Dokumente sind unter https://gesamtverein.eintracht.com/mitgliedschaft/mitgliederversammlung zu finden.

Interessant dürfte sein, dass zukünftig und somit ggf. bereits am Freitag nach § 15 (10) „die Abberufung von Präsidiumsmitgliedern mit qualifizierter Mehrheit“ möglich sein könnte, das Gleiche gilt auch für Mitglieder des Aufsichtsrates. Das heißt im Klartext: Wenn der Antrag angenommen wird, können künftig Abwahlanträge gegen Mitglieder aus Präsidium und Aufsichtsrat gestellt werden. Im Sinne der Demokratie wäre diese Möglichkeit aus unserer Sicht absolut zu begrüßen, denn bislang blieben alle Mitglieder stets bis zur nächsten Wahl, oder bis zu ihrem eigenen Rücktritt im Amt; ggf. erfolgte Nichtentlastung hatten zumindest rechtlich keine direkten Auswirkungen.

So sehr die Initiative in den vergangenen Jahren auch dafür gekämpft hat, auf AR- und Vereinsebene einen Turnaround in Sachen Profi-Fußball hinzubekommen, müssen wir feststellen, dass es uns leider, oftmals nur ganz knapp, nicht gelungen ist. Als Demokraten haben wir die Wahl-Ausgänge der beiden AOMvs akzeptiert und die gewählten Kandidaten ihre Vorstellungen in Ruhe umsetzen lassen. Das Ergebnis ihres Wirkens im sportlichen Bereich kann nicht nur mit Blick auf die Zweitliga-Tabelle als desolat bezeichnet werden.

Bitte nutzt als Mitglieder Euer Recht auf Mitbestimmung und nehmt an der Mitgliederversammlung am 17.11 teil!

Zudem ist wichtiger denn je, Mitglied im Verein zu werden und dafür im Umfeld zu werben! Die Mitgliederversammlung ist das höchste und mächtigste Gremium der Eintracht, dort werden die entscheidenden Weichen gestellt.

Auch wir als Initiative freuen uns über jeden Menschen, der sich bei uns oder auch im Verein und seinen Gremien selbst engagieren möchte. Meldet Euch jederzeit vertrauensvoll gern bei uns.

Mit einträchtigen Grüßen

Eure Initiative Eintracht

Bratmann zu wählen, war ein großer Fehler

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